EM Forum - kleine Mikroorganismen, grosse Wirkung
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#11 (permalink)  
Alt 24.02.2011
Greenhorn
 
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1andreas1 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
AW: frage

hallo--hab seit 2 jahren einen 1000 meter grossen garten mit 3 pflaumen ,4 kirschen,1 pfirsich,7 apfel,34 spalierapfel,3birnen,3farben johannisbeeren 20stück,4 verschiedene stachelbeeren 30 stück,3 bete für gemüse sind eingeteilt jeweils 100 meter,zirka 200 stauden also ne menge zeug-die meisten bäume hab ich mit kalk bearbeitet,pilze sind so gut wie weg gedüngt hab ich bisher mit brenneselsud,beinwell--gegen pilzkrankheiten hab ich ackerschachtelhalm,rainfarn,wermut verwendet-mal ein kleiner einblick
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#12 (permalink)  
Alt 25.02.2011
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kyosan befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
AW: frage

Hallo Andreas(?)!

Nun, das klingt nach einer Menge "Buschwerk" auf nicht gerade ausufernder Fläche - ich nehme an, dass du 1000 qm meinst? Weil 1000 m ist irgendwie eine wenig faßbare Größe als Flächenangabe.

Okay. Ich gehe mal davon aus, dass du nicht zu den "Giftspritzteufeln" gehörst, die ihr Heil in der Chemie suchen und dabei noch das letzte bisschen Pflanzengesundheit aufs Spiel setzen. Hier - ziemlich Obstland - vergiften die jedes Jahr aufs Neue den schmalen Streifen Grasnarbe zwischen den aufgereihten Obstbäumen. Drumherum wird der Boden durch die schweren Schlepper mit ihren angehängten Mulchern x-mal verdichtet. Und jedes Jahr wieder versucht Mutter Natur diesen Schaden zu beheben. Du willst aber einen gesunden Garten, und wen ich mit der Annahme von 1000 qm richtig liege, mir die Anzahl der Obstbäume und -sträucher sowie die Anzahl der Stauden vor Augen halte, dann bleibt da nicht genug Platz um mit ´nem Schlepper durchzufahren und ähnliches Unheil anzurichten.

Bei den Obstbäumen würde ich die Baumscheiben freihalten und regelmäßig mulchen. Vom Ursprung her sind Obstbäume auch aus dem Wald bzw. vom Waldrand kommend und unter Waldbäumen findet sich normalerweise keine Grasnarbe, sondern das immer im Umbau befindliche heruntergefallene Laub und abgestorbene Äste. Doch unbedeckt ist die Baumscheibe eigentlich nie. Fast alle Bäume leben in Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen, die sich an die Wurzeln heften und diese quasi mit ihren ausufernden Pilzfäden verlängern, somit auch die Nährstoffaufnahme verbessern. Also da würde es sich schon mal anbieten eines der Mykorrhiza-Produkte anzuwenden, die es mittlerweile doch recht vielfältig gibt. Ob da Polyversum was taugt, kann ich nicht erkennen, da mir keine Beschreibung über den Pythium oligandrum vorliegt. Doch es gibt wirklich genug Mykorrhiza-Produkte und die meisten Obstbäume brauchen das. Als Mulch würde sich auf jeden Fall gut kompostierter Pferdemist (möglichst KEIN Sägemehleinstreu) in Kombination mit kompostiertem Laub eignen. Kompostiert mit Hilfe von EMs wäre noch eins obendrauf, und regelmäßige Spritzungen mit EM 1:1000 auf Astwerk und Blätter, sowie 1:500 auf die Baumscheibe (möglichst nach Anbruch der Dämmerung wegen UV-Strahlung, die die Mikroben killen könnte - die Mikros brauchen etwa 15-30 Min. um sich einzunisten) würden nicht schaden. Bei den Stauden wäre ich mit (Pferde)Mistkompost vorsichtiger: hängt davon ab welche es sind und welchen Bodentyp sie bevorzugen - eher sauer oder lieber basisch. Eventuell verschiedene Komposte ansetzen. Immer daran denken, dass in der Natur normalerweise KEINE Fläche unbedeckt bleibt.

Auf den Gemüsebeeten ist Mulch sicherlich willkommen, aber Pferde- oder anderer Mist erst im Herbst, so dass nicht nur der Boden länger Wärme hält (und damit auch das Leben im Boden später in den winterlichen Ruhezustand fällt - Regenwürmer arbeiten länger, wenn sie es noch ´ne Weile warm haben), sondern um dem Material genug Zeit zu lassen umgebaut zu werden. Im Frühjahr die Reste abharken und auf den Komposthaufen tun. Das Jahr über tuts einfaches Strohhäcksel, idealerweise in Gemenge mit angetrocknetem Grasschnitt. Natürlich auch alle Ernterückstände. Da würde ich auch den zerkleinerten Beinwell besser angewendet sehen als als Spritzbrühe. Von Wermut lasse ich die Finger, weil... iss nicht so ganz einfach das Zeugs. Finde ich, ist aber nur so ´ne persönliche Einstellung. Brennessel ist auch nicht ganz ohne, könnte aber dem Mulch und dem Kompost beigemischt (VOR Samenstand) sehr gut mitwirken den Bodenlebewesen gute und ausreichende Nährstoffe für den Umbau und Aufbau des Bodennährstoffangebotes zu geben. Auch auf dem Mulch schaden regelmäßige oder gelegentlich "Güsse" mit EMa 1:400/1:500 sicherlich nicht, sondern können sehr hilfreich sein die Balance im Boden schneller herzustellen und länger zu erhalten.

Tip: Aus der BIPLANTOL-Palette gibt es ein Produkt namens Biplantol Mykos II (hoffe ich hab das richtig im Kopf), welches speziell für die Mykorrhizaanreicherung sein soll. Ich benutze dafür Biplantol Vital NT - das enthält 50% Mykos II und ist für mich "universeller" anwendbar, da z.B. die ganze Kohlfamilie kein Mykos braucht, diese Menge aber nicht schadet. Und ich muss nicht jedesmal ein neues Süppchen anrühren. Alle Produkte sind wohl homöopathisch, für den Bio-Anbau zertifiziert. Googlen...

Tip: Sigemar Gruno hat schon vor einigen Jahren ein recht hilfreiches Buch veröffentlicht: EM-Pflanzenschutz- von A wie Apfelwickler bis Z wie Zwiebelfliege, Anwendungshinweise mit Effektiven Mikroorganismen bei Schädlingen, Pflanzenkrankheiten und Problemwildkräutern. Um die 20 Euro. Googlen...

Das durchaus lesenswerte, aber englischsprachige Buch Teaming with Microbes - The Organic Gardener´s Guide to the Soil Food Web von Jeff Lowenfels & Wayne Lewis geht im ersten Teil sehr ausführlich auf die (nicht nur mikrobiellen) Zusammenhänge des Bodenlebens ein, während im zweiten Teil ausführlich die Praxis dargestellt wird. Die beiden Autoren bevorzugen die Anwendung des Trios Kompost, Mulch und Komposttee. Alles sehr anschaulich.

Generell denke ich, dass es nicht vieler Präperate bedarf. Ist ja auch in der praktischen Anwendung wesentlich einfacher, wenn man sich auf wenige ud wesentliche beschränkt. Mit EMs geht es, in der Kombination mit Kompots und Mulch, eben ein "bisserl" schneller.

Aber du hast mir immer noch nicht mitgeteilt welche Art Boden du hast!

Gruß, Kyosan
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#13 (permalink)  
Alt 25.02.2011
Greenhorn
 
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AW: frage

bedank mich mal für deine ausführliche beschreibung--boden art humos leicht lemig gut krümelig hab keine ahnung wie man das bezeichnet--hab jetzt mal die gemüsebete mit holzkohle versorgt und 1200 liter em und keramik gegossen--letztes jahr hatte ich die gemüsebete mit brenneseln bedeckt-klein gehackt-nach sechs wochen war davon nix mehr da-der ertrag war sehr gut paprika wurde 160cm gross ,gurgen das war schon unglaublich und der rest von den vielen sachen der wahnsin da ich nicht alles essen kann hab ich es der tafel geschenkt-mir geht es eh nur um den spass den ich dabei hab--hab mir jetzt noch 200 kg preta-streu und 350 kg schwarzes gold gekauft mal sehn was das noch so bringt
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#14 (permalink)  
Alt 26.02.2011
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AW: frage

Hi!

Das klingt doch bestens: humos, krümelig, leicht lehmig - gute Bedingungen! Aber was ich echt nicht verstehe ist warum du dir soviel Preta-Streu und Schwarzes Gold bestellst? Das brauchst du doch garnicht! Preta-Streu kannst du dir viel billiger selbst machen - Gesteinsmehl, etwas Bentonit, ein bisserl Holzkohlengrieß und ein paar Liter EMa - und deinem Geldbeutel würde es sicher gefallen, wenn du statt Schwarzes Gold guten Kompost machst. Material dafür dürfte bei dir ja genug anfallen. Da du ja auch mulchst, hast du eigentlich alles, was du brauchst. Und das mit der Holzkohle ist eh so ein Ding für sich, finde ich. Die, die man kaufen muss, setzt an einem anderen Ort sozusagen das Land in Brand. Dabei entweicht jede Menge Treibhausgas in der Produktion und für den Transport von A nach B. Ich verwerte zwar auch Holzkohle, aber nur die Stücke, die beim winterlichen Holzofenfeuer ohnehin anfallen. Okay, ich bin eh nicht begeistert von den ganzen Terra Preta-Nachbildungsversuchen, weil es mir so scheint als ob die Menschen gerne vergessen, dass die originäre Terra Preta in Jahrtausenden durch zweckdienliche Kompostierungsmethoden entstanden ist (echtes Recycling, auch von Tier- und Menschenexkrementen) und nicht einfach über Nacht durch die Einbriingung von Holzkohle in den Boden. Mag Holzkohle ein noch so gutes Habitat für Mikros sein, besonders nährstoffreich für den Boden ist sie nicht. Als Habitat reicht ein feiner Strohhäcksel alle Mal UND ist nährstoffreicher (und dazu noch preiswerter).

Hast du JETZT schon EMa gegossen? Bei uns sind die Bodentemperaturen noch zu niedrig.

Die Tafel... Wir haben mal versucht denen was zu geben von unserer Salat-, Gurken-, Obst- und Eierschwemme. Nix da! Meinst du die hätten das nhemen wollen? Nee, ohne irgendein "Zertifikat" oder Stempel auf den Eiern gehe es nicht, so die Absagebegründung. Vielleicht probiere ich es spaßeshalber noch einmal. Habe immer ´ne nicht zu kleine Menge selbstgemachten Essig über.

Gruß, Kyosan
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#15 (permalink)  
Alt 26.02.2011
Greenhorn
 
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terra preta hab da so einiges gelesen was mich dann dazu veranlast hat das mal zu machen- kann ja nicht verkehrt sein wenn forschungs institute sehr positive berichte darüber verfassen-hab 2 grosse kompost kästen gebaut 150cm mal 150cm gab schon mal ne ganze menge wurmhumus--hab 2009 4000 würmer eingesetzt die haben viel hunger--em hab ich auf der ganzen fläche gegossen und anschliesend mit schwarzer folie abgedeckt--ab 4 grad kann man em giesen ich hab im schnitt 6-8 grad hab auch ne dicke schicht stroh und laub ausgebracht.knoblauch,narzissen,akelei,usw.schaun schon bis zu 20cm raus und geniesen heut die sonne.preta-streu und schwarzes gold hab ich gestern schon ausgebracht mal sehn was das bringt die würmer scheinen das zu mögen--micros sieht man ja wohl nur durchs mikroskop aber ich hab im kompost so kleine weise tierchen ein millimeter gross millionen davon is schon keine zahl mehr eher milliarden- auf einem laupblatt beidseitig belegt sind schon tausende der tierchen
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