Hallo!
Ich möchte noch einmal darauf hinweisen, dass EM1 bzw. vergleichbare andersnamige Produkte anderer Hersteller nur eine Zulassung als Bodenhilfsstoff hat. Die Eigentherapie mit einem Bodenhilfsstoff ist da wohl eher ein fragwürdiges Experiment. Um so mehr als es schon seit langen Jahren mehr und mehr Produkte gibt, die für den "menschlichen Verzehr" zugelassen sind. D.h. diese Produkte durchlaufen wesentlich strengere Kontrollen - was meines Erachtens durchaus positiv zu bewerten ist. Und umgerechnet auf die durch diese zertifizierten Produkte erzielbare Sicherheit rechnet sich meiner Meinug nach der auf den ersten Blick "hohe" Preis. Man sollte niemals vergessen, dass Mikroben, die in einem bestimmten Umfeld eingesetzt überaus gut wirksam sind, in einem anderen Anwendungsbereich zu deutlichen Beeinträchtigungen führen können
(nicht zwangsläufig müssen!)
Der "Unfug" EM1 (oder vergleichbare Produkte) bzw. das daraus erstellte Vermehrungsprodukt EMa zu "schlürfen" beruht auf den Schriften des Dr. Higa, der als Erfinder der EMs gilt. Wenn man ihm bedenkenlos folgt, dann nimmt man auch "Unmengen" von
EM-Salz etc. etc. zu sich. Higa sagt über seine persönliche Erfahrung nur Allertollstes aus. Zu bedenken gebe ich dabei, dass Dr. Higa ein Familienunternehmen in die Welt gesetzt hat (bei dem er sich gerne im Hintergrund hält damit niemand an seinem Weltretterbild zweifeln soll und ihn womöglich als Profiteur einschätzt) welches mit jedem Produkt und der "Einnahme" desselben - wie heißt das so schön: - Kasse macht. Das heißt auch, dass Herr Higa NIEMALS freiwillig anzeigen wird, ob und wenn die Selbstbehandlung mit "seinem" Bodenhilfsstoff sich weniger positiv auswirkt(e).
Und dann ist da noch etwas, was viel zu wenig bedacht wird: Wenn ich, gegen alle Hinweise eines Herstellers verstoßend, ein Produkt quasi "fremd" einsetze, dann habe ich keinerlei Regressansprüche, wenn das zum Teil oder voll daneben geht. Folge ich aber den zertifizierten Indikationen entsprechend zugelassener Produkte, dann bewege ich mich auf der deutlich sicheren Seite, da der Hersteller für die von ihm fahrlässig verursachten Schäden (zum Beispiel durch falsche Kennzeichnung) haftet.
Die für den menschlichen Verzehr zugelassenen
EM-Produkte sind höherpreisg, weil sie auf höherem Standard in aufwendigeren Verfahren hergestellt werden. Und viel stärkeren Kontrollen standhalten müssen. Sowas kostet nun einmal Geld. Ein Wischi-waschi-Sauerkraut kann man schnell und "easy" herstellen, ein richtig gutes braucht mehr Aufwand und damit auch Zeit. Und Zeit ist, wie man so "schön" sagt Geld.
Doch letztendlich muss das jede/r für sich entscheiden.
Was EMa betrifft: Es gibt Menschen, die auf die Beifügug von Honig statt Zuckerrohrmelasse "schwören". Meine eigenen Versuche mit Honig zeigten mir auf Anhieb keine schlechten Ergebnisse, aber auch nicht die Besten. Es gibt mindestens 2 Gründe, die gegen Honig sprechen. Zum Einen hat Honig anti-bakterielle Eigenschaften, die den EMs in ihrer Entwicklung hinderlich sein können, und zum Anderen beinhaltet Zuckerrohrmelasse ein größeres Spektrum verschiedener Nährstoffe - u. a. Mineralien - die der Vermehrung der EMs (das ist ja das was man bei der EMa-Produktion macht bzw. versucht) förderlich sind.
Die Haltbarkeit von EMa ist auch so ein Thema für sich! Viele versierte
EM´ler erreichen durch sorgfältige EMa-Produktion und nachfolgender richtiger Lagerung (kühl wie im Keller, kein Sonnenlicht bzw. keine UV-Strahlung) ein wesentlich höhere Haltbarkeit als 4 Wochen. Natürlich nimmt mit der Zeit die Wirksamkeit ab, doch längst nicht so dramatisch (Lagerung!) wie oftmals ausgesagt. Also ich habe nach 1,5 Jahren immer noch eine mehr als 70%-tige Wirksamkeit. Richtig ist sicherlich, dass man, wenn es irgendwie geht, nur eine überschaubare Menge für einen überschaubaren Zeitraum herstellt. Damit sollte man immer auf der sicheren Seite sein.
EMa-Vermehrung aus EMa..... Das ist in meinen Augen eine "Spielerei", die den Aufwand für das Ergebnis nicht lohnt. Stell dir einfach mal vor, du gießt dir ein Glas dreiviertel voll mit, hmh, rotem (da kann man es gut sehen) Wein. Ein Viertel Wasser dazu hellt den Inhalt schon auf und verändert die Konsistenz. Jetzt ist das Glas voll und du trinkst ein Viertel davon, gießt dann wieder Wasser nach. Wie oft kannst du das machen bevor vom Wein quasi nix mehr zu spüren und zu sehen ist?
Die
EM-Urlösungen sind wie der Rotwein, EMa wie der Wein mit einem Schuss Wasser. Deswegen kannst du (und solltest du) auch, wenn du z.B. EM1 direkt verwenden willst, eine höhere Verdünnung wählen als bei EMa.
Gruß, Kyosan