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Rettung des Nussbaumes

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  • Rettung des Nussbaumes

    ich habe hinter dem Haus einen Nussbaum, der die letzten 2 Jahre immer früher die Blätter verliert und kaum noch Nüsse trägt. Ungefähr 1/2 der Wurzeln liegen unter Betonplatten, ebenfalls lag vor vielen Jahren der Misthaufen im Bereich der verbleibenden "freien" Wurzeln. Ich nehme an, der Baum bezog von diesem Misthaufen seine Nahrung und verhungert jetzt, ohne Misthaufen, langsam. Wie kann ich den Baum wieder auf Vordermann bringen? Bokashi eingraben? EM-A verdünnt giessen? Bokashi-Saft ? Was und wieviel? Bin ratlos, weil totale EM-Anfängerin. Der Baum hat jetzt bereits Blüten, die Zeit drängt also. Bin dankbar für jeden Hinweis!

  • #2
    AW: Rettung des Nussbaumes

    Hi!

    Dass einiges an Nahrung aus dem Misthaufen bezogen wurde halte ich für sehr wahrscheinlich! Also wäre das erste, was zu tun wäre dem Nussbaum wieder Futter zuzuführen. Und das muss aber mehr sein als nur EMa-Güsse, denn die Mikroben, die damit in das Erdreich und den Wurzelbereich des Baumes dringen brauchen ihrerseits "Futter", also Biomasse, die sie umwandeln können in aufnahmefähige Nährstoffe für den Baum.

    Können nicht ein paar mehr Betonplatten entfernt werden? Der Baum braucht ja nicht nur über den Boden aufzunehmende Nährstoffe, sondern auch Wasser. Je älter ein Baum wird, desto weiter dehnt sich das Wurzelwerk aus - oder verkümmert nach und nach unter den den Boden versiegelnden Betonplatten. Normalerweise sollte die gesamte Baumscheibe frei bzw. nicht versiegelt sein. Wenn in unserem kindlichen Wachstumsalter die Schuhe nicht rechtzeitig mitwachsen dürfen, dann bekämen wir schnell verkrümmte, mißgestaltete Füße. Und schon bald würden diese unseren Körper nicht mehr tragen können. Bei einem Baum - wie auch bei jeder anderen Pflanze - ist ein gesundes Wurzelwerk noch um einiges wichtiger! Ich denke es ist leicht vorstellbar, dass der Boden unter Betonplatten (oder Asphalt) mit den Jahren immer ausgezehrter und nährstoffloser wird. Was sollen die Wurzeln da noch finden? Also werden sie verhungern, verkümmern und den Baum in seinem Wachstum und seiner Lebensfähigkeit immer stärker beeinträchtigen. Von Baumart zu Baumart ist das Wurzelsystem anders. Eine Birke würde eventuell mit ihren Wurzeln die Betonplatten mit der Zeit anheben und sich "Luft" verschaffen, aber ein Nussbaum, wenn auch eigentlich sehr kraftvoll, verwurzelt anders. Bis zu einem bestimmten Zeitpunkt mag ihm das "Loch" zwischen den Betonplatten und der Misthaufen gereicht haben, doch irgendwann ist da ein Limit gesetzt. Also, bitte, wenns möglich ist: mindestens die Baumscheibe freimachen von jeglicher Verdichtung, Kompost und Mulchmaterial drauf, GUT wässern und mit EMa impfen, auf dass der Boden möglichst schnell regenerieren kann und dem Wurzelgeflecht baldigst Nährstoffe zur Aufnahme zur Verfügung stellt.

    Ansonsten wird dieser Baum bald ein Totholz sein. Sorry.

    Gruß, Kyosan
    sigpic
    Die freie Welt der Mikroorganismen: www.freies-em-forum.org und www.effektive-mikroorganismen.eu - herstellerunabhängig!

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    • #3
      AW: Rettung des Nussbaumes

      Update zum "schwächelnden" Nussbaum

      Es kam noch schlimmer: da Entfernung der Betonplatten keine Option war (zu gross, kein Bagger vorhanden), begann ich die Operation "Baumrettung" - ich dachte mir, da ich den Baum wahrscheinlich eh verliere, kann ich mit Herumpröbeln nicht viel kaputtmachen. Wie es im Buch steht, begann ich mit dem Graben von Löchern am Rande der Baumscheibe zwecks Einbringung des Düngers, halt nur auf der halben Baumscheibe aber ich dachte, mit der doppelten Anzahl Löcher kann ich das wettmachen. Ich löste also die Grabnarbe des ersten Loches und stiess auf Bauschutt. Dasselbe beim zweiten, dritten, vierten Loch. Bauschutt um den ganzen Baum herum. Was tun? Flüssige Nahrung war angesagt, die durch den Bauschutt hindurch die Wurzeln erreichen würde. Ich mischte den vorbereiteten Bokashi mit reichlich Wasser und EMA, erklärte den Pürierstab zum Gartengerät und pürierte den Bokashi. Anstelle von Löchern graben entfernte ich die Grasnarbe in der Breite von ca 10 cm auf dem Rand der Baumscheibe, bedeckte den Bauschutt mit einer dünnen Schicht Hornmehl, darauf gab ich ein paar Handvoll Vulkangesteinsmehl und füllte den flachen Graben mit püriertem Bokashi, diesen letzten Schritt wiederholte ich 3x, jeweils sobald die Flüssigkeit versickert war. Dann legte ich die Grasnarbe wieder auf. Während des ganzen Sommers brachte ich auf dem unbedeckten Teil der Baumscheibe immer wieder dünne Schichten von gut gelagertem Kompost aus und begoss das ganze mit 10%iger Bokashi-Saft-Lösung. Ausserdem führte ich mehrere Räucherzeremonien durch, wir schmückten die Zweige mit bunten Bändern und sangen immer wieder unter dem Baum. Mit Bangen wartete ich auf den August, aber der August kam und und ging und mein Patient hatte immer noch Blätter. Jetzt, Anfang Oktober, beginnen sie zu fallen, und mit ihnen wunderschöne, grosse, schmackhafte Nüsse. Bis heute haben wir ca. 5 kg Nüsse geerntet, was einer 5000fachen Steigerung gegenüber letztem Jahr entspricht. Wir haben wohl die richtigen Lieder gesungen

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