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  • EMa herstellen

    Leider klappt bei mir die Herstellung von EMa nicht mehr richtig. Früher hatte ich nie Probleme damit, aber jetzt habe ich schon 3x Em mit einem Ph von über 4 gemacht, das gestunken hat. Ich habe keine Ahnung, woran es jetzt liegen soll. Zuerst dachte ich, mein EM1 sei zu alt. Habe neues gekauft, aber das Ergebnis war nicht besser. Jetzt habe ich auch neue Flachen genommen (PET-Wasserflaschen) weil ich dachte, dass in den alten Flaschen vielleicht noch Reste vom alten EMa hängen gebleiben sind. Ich mache immer 3 PET-Flaschen miteinander an. Jetzt ist bei einer der PH ca. 3,8, der Geruch einigermassen akzeptabel, aber bei den 2 anderen ist der Ph 4,1 und sie stinken. Ich kann mir das nicht erklären, habe ich doch alle Flaschen miteinander angesetzt.
    Zum Fermentieren benutze ich ein Plastikkiste mit Wasser und eine Aquariumheizung, die Temp. ist auf ca. 28 Grad eingestellt.
    Die Melasse löse ich in kochendem Wasser auf, nachher kommt kaltes Wasser dazu. Da habe ich die Temp. zwar nicht gemessen, aber es dürfte rund 40Grad sein, bevor das EM1 dazukommt. Oder ist etwa diese Temp. zu hoch? Das könnte auch den Unterschied in den versch,. Flaschen erklären, da ich da nach "Handmass" arbeite.
    Ich bin froh um jeden guten Rat, denn es stinkt mir, noch viel EM-Ausschuss zu produzieren. V.a. da in nächster Zeit viel Häcksel anfällt, den ich verbokashieren und für den Frühling aufbewahren wollte.
    Ich danke schon mal für jeden Tip.

  • #2
    AW: EMa herstellen

    Hallo thunbergia und herzlich willkommen in unserem Forum

    Bei deiner Beschreibung fällt mir spontan auf, dass du schreibst, dein Heizstab sei konstant auf 28 Grad eingestellt. Bei der EMa Herstellung ist jedoch 32 - 35 Grad optimal. 28 Grad könnte gerade bei der offenen EMa Herstellung zum Problem führen. Bei einem geschlossenen Fermenter wäre dies wahrscheinlich noch knapp möglich, da nur wenig Wärme nach aussen weg geht.

    Ich rate dir also, den Heizstab (wahrscheinlich Marke Jäger) auf das Maximum zu stellen und so nochmals einen Versuch zu wagen.

    Ebenfalls sehr gute Erfahrungen habe ich auch mit den EM-X Keramik Röhrchen gemacht. Ca. 10 Stück lasse ich mindestens 12 Stunden vor der eigentlichen EMa Herstellung im Wassertank. Aktiviertes Wasser kann sehr zum Erfolg von EMa beitragen!

    Ansonsten machst du die Vorgänge absolut richtig. Die Zuckerrohrmelasse immer gut abkochen und anschliessend mit Wasser ablöschen. EM-1 dazu, gut schütteln und in den Fermenter.

    Ich hoffe ich konnte dir hiermit etwas weiterhelfen. Viel Erfolg

    Gruss
    Patrik

    Gruss Patrik
    Auf der Suche nach EM Produkten in der Schweiz? http://www.engelis-naturshop.ch
    sigpic

    Der Mensch ist ein Teil der Natur und nicht etwas, das zu ihr im Widerspruch steht.

    Bertrand Russell (1872-1970), brit. Philosoph u. Mathematiker

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    • #3
      AW: EMa herstellen

      Lieber Patrik ,ich verstehe nicht ,warum man die Melasse abkochen soll .Da gehen Vitamine und Enzyme ja schon kaputt ,bevor man angefangen hat .Dann kann man auch Zuckerrübensirup nehmen .
      Jedenfalls habe ich die Melasse noch nie abgekocht ,sondern nur in warmen Wasser aufgelöst .Ab einer bestimmten Gradzahl gehen die Vitamine kaputt .Und die Enzyme auch .
      Das kann man doch vermeiden .
      Gruß Eddi

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      • #4
        AW: EMa herstellen

        Hallo thunbergia,
        vielleicht ist dein Ansatz wirklich zu heiss, ich meine über 40°. Man kann sich leicht vertun, wenn man nicht nachmißt, da die Hände doch ziemlich abgehärtet sind, was Temperatur anbetrifft. Ich habe so ein Thermometer für die Badewanne, damit mess ich zur Sicherheit immer nach.
        Grüße von Tinchen
        sigpic

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        • #5
          AW: EMa herstellen

          Hi Eddi
          Ist es wirklich an dem,das in der Zuckerrübenmelasse keine Vitamine und Enzyme vorhanden sind ? Eine Vermehrung vom EM-1 zu EM-A mit Zuckerrübenmelasse hat bei mir jedoch gut funktioniert.
          danke axel

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          • #6
            AW: EMa herstellen

            Hallo eddi

            Ich verstehe deine Bedenken betreffend dem Verlust von Vitaminen und Enzymen. Diese können zweifellos verloren gehen.

            Das abkochen erfüllt jedoch schon seinen Zweck. Zuckerrohrmelasse enthält nicht nur Vitamine sondern bietet auch die ideale Umgebung für jegliche Art von Bakterien Kulturen. Bei der EMa Vermehrung wollen wir jedoch die Mikroorganismen vermehren welche die regenerativen Prozesse steuern. Kocht man das ganze nicht ab, geht man zweifels ohne die Gefahr ein, dass man eine regelrechte Bakteriensuppe züchtet.

            Verabreicht man diese "Suppe" seinen Tieren (z.B. Pferden) hätte dies fatale Folgen für diese. Diese Vorgehensweise wurde übrigens anhand von etlichen Labortests untersucht und als die sicherste Methode bestätigt.

            Gruss
            Patrik
            Gruss Patrik
            Auf der Suche nach EM Produkten in der Schweiz? http://www.engelis-naturshop.ch
            sigpic

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            • #7
              AW: EMa herstellen

              Danke für die vielen Tips. Ich werd es mal mit einer hüheren Temperatur probieren.
              Noch eine Frage zum Melasse abkochen. Was meinst du damit? In einer Anleitung der Bionova hab ich gelesen, dass man sie 2 Std. mit Wasser verdünnt auf ca. 70 Grad "kochen" muss. Das hab ich 2x so gemacht. Es ist aber sehr kompliziert, erstens um die Temp. zu halten, zweitens braucht das Ansetzen vom EM dadurch enorm viel Zeit, muss also genau geplant werden, was bei mir oft nicht klappt, da es mir erst am Abend in den Sinn kommt. Das letzte Mal hab ich die Melasse wie früher einfach mit kochendem Wasser übergossen. Früher hab ich es immer so gemacht, und das Em wurde wunderbar.
              Mit der lange gekochten Melasse hab ich stinkiges Em bekommen, was aber auch andere Gründe haben kann. So hab ich in der Not, da ich keine Melasse mehr hatte, Bio-Melasse aus dem Reformhaus verwendet. Dazu hab ich im letzten Bulletin gelesen, dass es mit der nicht funktioniert.
              Also hab ich mir bei meinem EM-Lieferanten Melasse der Bionova geholt, die aber dann wieder nur mit kochendem Wasser übergossen.
              Aber eben, vielleicht liegt der Fehler bei der zu tiefen Gärungstemp.
              Solll ich jetzt beim nächsten Ansatz auf Nummer sicher gehen, d.h. Melasse 2 Std. kochen, Temp. beim Ansatz genau messen und Gärungstemp. erhöhen?
              Wenn es dann nicht klappt, geb ich's auf...
              Meine Familie motzt schon lange über den EM-Gestank im Haus...
              Vielen Dank für Eure Hilfe

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              • #8
                AW: EMa herstellen

                Noch etwas: Am Wasser sollte es nicht liegen. Wir haben einen Gie-Wasseraktivator, der aus dem Leitungswasser so etwas wie frisches Quellwasser machen soll, und zusätzlich lasse ich das Wasser noch ca. 24 Std. im Wassertank mit Keramikröhrchen stehen.
                Ev. liegt es auch am Standplatz der Kiste. Sie steht neben einer Heizung. Ob da irgendwelche magnetischen Schwingungen sind, die stören? Wasseradern hat es nicht an diesem Ort, ich hab das Haus mal ausmessen lassen. Aber eben, die grossen Heizkörper haben magnetische Schwingungen angezeigt.
                Also werd ich meine Kiste das nächste Mal an einen anderen Ort stellen.

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                • #9
                  AW: EMa herstellen

                  Hallo Patrik,
                  das mit dem Abkochen der Melasse steht nirgendwo, weder bei Mikroveda (EM-F) noch da wo ich EM-1 beziehe, beschrieben und ist auch auf keinem Seminar erwähnt worden. Wo hast du das her?
                  Grüße von Tinchen
                  sigpic

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                  • #10
                    AW: EMa herstellen

                    Hallo zusammen

                    Da das Thema anscheinend zu viel Verwirrung führt, hier noch mal ein paar Erläuterungen.

                    Viele der potentiell krankmachenden Keime bevorzugen den mittleren Temperaturbereich (mesophile Keime). Solche mesophile Mikroorganismen gedeihen optimal bei einem Temperaturbereich von 15-40 °C. Die Zuckerrohrmelasse bietet gerade solchen Keimen die ideale Voraussetzung um sich zu vermehren. Um die Produktion von EMa nicht bereits mit degenerativen Mikroben zu beginnen, müssen die Keime in der Zuckerrohrmelasse durch Hitze abgetötet werden. Dabei denaturieren (ursprüngliche biologische Struktur wird verändert) die Zellbestandteile (Eiweisse) der Keime und können so ihre zerstörende Funktion nicht mehr wahrnehmen.

                    Um mesophile Mikroben unschädlich zu machen, muss man diese mit sehr heissem bzw. kochendem Wasser ablöschen (ca. 70 -80 °C) und ca. 2 Minuten stehen lassen. Selbstverständlich kann man die Zuckerrohrmelasse auch in einer Pfanne mit ca. 3dl Wasser während 1 Minute abkochen. Dies zerstört garantiert sämtliche schädlichen Keime. Die Methode von Bionova - die Zuckerrohrmelasse während 2 Stunden kochen zu lassen, erachte ich als zu gut gemeint.

                    Eventuell haben einige auch nach diesen Erläuterungen noch immer Mühe, den Zweck des abkochens einzusehen. Dabei möchte ich nochmals kurz auf das Grundprinzip der Mikroorganismen hinweisen.

                    Mikroorganismen funktionieren nach dem Dominanzprinzip. Sie können den folgenden drei Gruppen zugewiesen werden. (Siehe auch unter: www.wikipedia.de)


                    - Positive Mikroben (Aufbauende/regenerative)
                    - Negative Mikroben (Abbauende/degenerative)
                    - Opportunistische Mikroben (Mitläufer)


                    Die Mikroorganismen welche ihr in euren EM-1 Flaschen haltet, gehören zweifelsohne zu den regenerativen Mikroben. Gebt ihr diese Mischung jedoch in einen Kanister in welchem bereits verkeimtes Zuckerrohr enthalten ist, geht sofort ein Kampf zwischen "gut" und "böse" los. Das heisst, diejenige Gruppe die in der Überzahl ist, steuert das Boot. Man geht also bei jeder EMa Herstellung das Risiko ein, dass die Produktion bereits zu Begin fehl läuft.

                    Einige berichten jedoch, dass Sie ihre Melasse nie abkochen. Dies kann durchaus gut gehen. Möglicherweise enthält die verwendete Melasse nur wenig Keime. Ebenfalls denkbar ist, dass man die Melasse in einem kühlen Keller aufbewahrt und deshalb die Mikroben nur begrenzt aktiv sind.

                    Ok soviel zu meinen Erläuterungen. Nun möchte ich jedoch noch die Frage von Tinchen beantworten. Gerne werde ich dir einige Links unten anhängen. Grundsätzlich habe ich jedoch dieses Wissen und die daraus resultierende Vorgehensweise damals in der Schule im Bio Unterricht gelernt. Selbstverständlich bin ich kein Biologe und scheue es deshalb auch nicht, wenn mich jemand vom Gegenteil überzeugt. Grundsätzlich ist jedoch zu sagen, dass mich Bio schon eh und je sehr interessiert hat und mir darum dieses Thema etwas leichter fällt.

                    Einige Links zum Thema EMa Herstellung:
                    http://www.multikraft.at/01051/em1-ema.html



                    Gruss
                    Patrik
                    Gruss Patrik
                    Auf der Suche nach EM Produkten in der Schweiz? http://www.engelis-naturshop.ch
                    sigpic

                    Der Mensch ist ein Teil der Natur und nicht etwas, das zu ihr im Widerspruch steht.

                    Bertrand Russell (1872-1970), brit. Philosoph u. Mathematiker

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                    • #11
                      AW: EMa herstellen

                      Hallo Patrik ,
                      vielleicht bin ich ja einfach nur zu dumm ,aber als Naturheilärztin habe ich bereits in meiner Heilpraktikerschule und bei einer Pharmafirma die biologische Medikamente herstellt gelernt ,dass die Mikroorganismen als Nahrung Vitamin C brauchen. Das kann aber nur bei einer bestimmten Temperatur leben .Hitze können die Vitamine gar nicht leiden .So geht also durch das Kochen oder die Überbrühung das Vit.C kaputt ,was ja eigentlich als Nahrung für die Mikros gedacht war .
                      Was übrig bleibt ,ist der ganz normale Zucker .Da brauche ich dann keine Melasse mehr teuer kaufen ,sondern kann Zucker in heißem Wasser auflösen und zu den Mikros geben .
                      Alles was die Melasse an guten Stoffen hatte ist durch Hitze zerstört worden .
                      Von Prof.Higa persönlich weiß ich ,dass er die Melasse niemals erhitzt hat .Er hat sie schon gar nicht 2 Stunden lang gekocht .Er löste sie in warmen Wasser auf ,um die Vitamine zu erhalten .Auch das Chlorophyll würde ja kaputt gehen .
                      Ich weiß nicht ,wer bei den angegebenen Links die Verantwortung trägt ,aber das ist bestimmt nicht richtig .

                      Eddi

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                      • #12
                        AW: EMa herstellen

                        So ,nun habe ich mich noch mal schlau gemacht .
                        Es sind in der Melasse viele Antioxidantien und die sollen von den Mikros genutzt werden zur Nahrung .
                        Antioxydantien sind Vitamine Enzyme und Mineralstoffe .Diese gehen bei hohen Temperaturen natürlich kaputt .So wären sie für die Mikros nicht mehr zur Verfügung .
                        Die daraus hergestellten EMa sind faktisch minderwertig .Ich habe mich bei Emiko noch einmal vergewissert ,ob sie das auch so lehren ,denn ich kenne EM nun schon so viele Jahre und habe Higa noch persönlich kennengelernt ,aber noch nie habe ich gehört ,dass Melasse gekocht werden soll .
                        So wird es auch nicht von Emiko gelehrt .
                        Sie haben mir definitiv gesagt ,dass diese Aussage falsch ist .
                        Sie wollen sich mit den entsprechenden Stellen ,die diese Links ins Netz gestellt haben in Verbindung setzen .
                        Eddi

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                        • #13
                          AW: EMa herstellen

                          Hallo Eddi und alle anderen Interessierten.
                          Heisst das , das du die Melasse so nimmst wie sie in der Flasche ist?
                          Mein EMa wird ja auch nie ganz richtig und ist immer nur ein ganz paar Tage einsetzbar. Abkochen oder mit heissem Wasser übergiesen habe ich beides schon in Varianten schon probiert aber ohne erwärmen bin ich mir gar nicht mehr , ob ich es schon gemacht habe seit ich den Fermenter besitzte. Aber spätestens morgen muss ich einen neuen Ansatz machen, sonst muss mein Pferd zu lange auf sein EMa verzichten und fängt wieder an zu husten.
                          Heut abend kommen die Pipes ins Wasser dann bin ich vorbereitet.

                          Eines ist mir aber auf jeden Fall aufgefallen. Wenn ich das EM1 nur aus der Flasche giesse habe ich weniger Hefen drin als wenn ich die Flasche vorher etwas schüttel. Auch mein EMA Ansatz hat immer einen dicken etwas helleren Bodensatz. den ich bis jetzt aber immer weggegossen habe. geht euch das auch so?

                          Gruss
                          Tamara
                          sigpic

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                          • #14
                            AW: EMa herstellen

                            Hallo Tamara,
                            soviel ich weiss, setzen sich die Hefen immer am Boden ab. Ich schüttele jede Flasche, egal ob EM-1 oder EMa, damit sich wieder alles vermischt.
                            Grüße von Tinchen
                            sigpic

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                            • #15
                              AW: EMa herstellen

                              Hallo Eddi

                              Ich war in den vergangenen Tagen noch nicht dazu gekommen dir zurückzuschreiben, sorry. Du schreibst allerdings einige Dinge, die sicherlich so nicht richtig sind!

                              So z.B. Deine erste Aussage:

                              vielleicht bin ich ja einfach nur zu dumm ,aber als Naturheilärztin habe ich bereits in meiner Heilpraktikerschule und bei einer Pharmafirma die biologische Medikamente herstellt gelernt ,dass die Mikroorganismen als Nahrung Vitamin C brauchen.


                              Grundsätzlich ist zu sagen, dass Zuckerrohrmelasse kein Vitamin C beinhaltet. (Siehe auch Tabelle unten:) Im weiteren schreibst du, dass du in deiner Heilpraktikerschule und in der Pharmafirma gelernt hast, dass Mikroorganismen als Nahrung Vitamin C brauchen. Welche Schule erzählt so was??? Mikroben benötigen sicherlich als Nahrung kein Vitamin C! Sie produzieren unter anderem Vitamine benötigen jedoch einen Energieträger um überhaupt solche herzustellen zu können. Was wohl bekannt ist, dass Bakterien ein Vorläufer-Molekül der Folsäure (B-Vitamin) aufnehmen und dann selber enzymatisch in Folsäure umsetzen. Diesen Stoffwechselweg machen sich die Sulfonamide (Antibiotika) zu nutze, indem sie den Stoffwechselweg stören. Für die Bakterien ist Folsäure essentiell, da daraus später die Nukleotide der DNA synthetisiert werden. Obwohl Folsäure sehr temperaturempfindlich ist, betrifft dies vorwiegend nur den Temperatur Bereich von 40 - 70 Grad. In diesem Intervall sind bestimmte Vitamin abbauende Enzyme, so genannte Phenoloxidasen, höchst aktiv - die Vitaminzerstörung ist besonders gross. Beim kurzen Schocken mit heissem Wasser kann man eine Zerstörung weitgehend verhindern.

                              Mikroben benötigen Zucker als Nahrung! Als geeignete Nahrungsquelle erwies sich Zuckerrohr da es sich hierbei um eine C4 Pflanze handelt, das heisst, sie besitzt eine höhere Kohlenstoffdioxid-Fixierung als beispielsweise Zuckerrüben.

                              In EM-1 befinden sich Hefepilze, Milchsäure- und Photosynthesebakterien. Diese ernähren sich wie folgt:
                              • Milchsäurebakterien ernähren sich von Glykogen. Glykogen ist ein verzweigtes Polysachharid (Mehrfachzucker).
                              • Die Photosynthesebakterien ernähren sich von einigen Stoffwechselprodukten der Milchsäure- und Hefepilzen sowie von eventuell einfallendem Licht. Diese Stämme von Photosynthesebakterien können sich jedoch auch ohne Licht vermehren.
                              • Hefepilze ernähren sich hauptsächlich von Kohlenhydraten und Zucker.
                              Was übrig bleibt ,ist der ganz normale Zucker .Da brauche ich dann keine Melasse mehr teuer kaufen ,sondern kann Zucker in heißem Wasser auflösen und zu den Mikros geben .


                              Richtig, du kannst auch Zuckerrübenmelasse verwenden, doch infolge der viel niedrigeren Kohlenstoffdioxid-Fixierung erreichst du nie den Wirkungsgrad wie mit Zuckerrohrmelasse!

                              Hier noch die versprochene Tabelle mit den genauen Inhaltsstoffen der Zuckerrohrmelasse:

                              In 100 g Zuckerrohrmelasse findet man:
                              5 g Kalium, 0,5 g Calcium, 0,5 g Phosphor, 20 mg Magnesium, 17 mg Eisen, 1,5 mg Kupfer
                              0,1 mg Vitamin B1, 0,2 mg Vitamin B2, 0,25 mg Vitamin B6, 2 mg Niacine, 0,5 mg Pantothenat,
                              10 mg Folsäure, ausserdem Pantothensäure, Biotin und Thiamin

                              Der effektive Kochverlust bei den Vitaminen B1, B2 und B6 versteht sich wie folgt:

                              Kochverlust in % bei eine Kochdauer (80 - 100 Grad) von ca. 30 Minuten (maximal möglicher Verlust!)

                              Vitamin B1 = Kochverlust 30-50%
                              Vitamin B2 = Kochverlust 0-50%
                              Vitamin B6 = Kochverlust 0-40%
                              Pantothensäure = Kochverlust 0-45%
                              Folsäure = Kochverlust 0-90%
                              Biotin = Kochverlust 0-70%
                              Niacine = Kochverlust 0-30%


                              Der prozentuale Verlust beim ablöschen mit heissem Wasser (ca. 70 - 80 Grad) und anschliessendem stehen lassen (ca.2-3 Minuten) liegt bei max. 2-3 %.
                              Viel verlustreicher - gerade beim Vitamin B2 - ist die Zuführung von Luft und Licht. Auch Faktoren wie Ultraviolett Strahlung etc. können Vitamine schädigen. Das Mineralien beim ablöschen mit heissem Wasser zerstört werden, ist ein absoluter Witz!


                              Bei der EMa Produktion ist es jedoch völlig wurscht, ob ihr 10, 20 oder auch 80% der Vitamine zerstört. Diese werden bei der Fermentierung als Ausscheidungsprodukt sofort wieder hergestellt! Das einzige was ihr beim nicht abkochen riskiert, ist eine Fehlgärung. Falls EMRO tatsächlich bestätigt, dass abkochen nicht mehr nötig ist, dann frage ich mich, wieso Higa in seinen Büchern immerzu rät, Zuckerrohrmelasse mit heissem Wasser abzulöschen.

                              Dazu möchte ich auch gleich noch ein Wörtchen sprechen. Ihr zitiert sehr oft die Firma EMRO bzw. EMIKO. EMRO/EMIKO ist nicht die einzige Firma welche lizensiert ist, EM herzustellen. EMRO hat lediglich auf den Handelsnamen EM-1 und auf den Namen Effektive Mikroorganismen (EM) ein Markenrecht. Produkte mit Effektiven Mikroorganismen produzieren nebst EMRO jedoch auch die Dänische Firma BIOSA sowie die Amerikanische Firma SCD (Sustainable Community Development) welcher auch die Deutsche Firma EM-World angeschlossen ist. Gewisse Aussagen, dass nur Produkte mit dem eindeutigen EMRO Logo echt sind, sind einfach nur Schwachsinn! IBM hat schliesslich auch nicht den einzig echten PC gebaut!

                              Sicher korrekter ist, was der Erfinder von EM "Teruo Higa" sagt. Und dieser sagt ganz klar - die Melasse sollte immer mit heissem Wasser abgelöscht werden. Ich denke man sollte eher dem Rat des Erfinders folgen.

                              Gruss
                              Patrik
                              Gruss Patrik
                              Auf der Suche nach EM Produkten in der Schweiz? http://www.engelis-naturshop.ch
                              sigpic

                              Der Mensch ist ein Teil der Natur und nicht etwas, das zu ihr im Widerspruch steht.

                              Bertrand Russell (1872-1970), brit. Philosoph u. Mathematiker

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