EM Forum - kleine Mikroorganismen, grosse Wirkung
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Alt 12.03.2009
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oiramrebuh befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Mit EM gegen die Algen im Aquarium

Hallo!
Ein guter Freund von mir hat viele Fische und so auch viele Aquarien. Das ganze geniesst er sehr, ausser das ständige Putzen. Bereits nach einer Woche setzen sich auf seinen Pflanzen Algen ab, obwohl er schon alles versucht hat dies zu bekämpfen hat er noch nie eine Besserung gemerkt.
Jetzt dachte ich, dass es hier sicherlich eine möglichkeit gäbe mit den EM-X Pipes oder einem Verdünnten EMa die Algenbildung zu vermindern.
Gibt es dazu irgendwelche Erfahrungen oder Tipps von eurer Seite?

Danke jedem der mir dazu eine brauchbare Antwort schreibt!

Gruss oiramrebuh
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Alt 13.03.2009
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AW: Mit EM gegen die Algen im Aquarium

Hallo oiramrebuh

Ich hoffe meine folgende Antwort ist brauchbar

Ja allerdings, mit EM kann man in diesem Bereich eine Menge bewirken. Nebenbei: Ich beliefere sehr viele Koi-Züchter, welche schon seit einigen Jahren EM und EM-X Keramik verwenden. Und dies nicht nur weil dann das Becken etwas weniger Algen hat, sondern auch wegen der viel besseren Gesundheit der Tiere. Zur Zeit habe ich einen Kunden, der besitzt einen Koi, welcher nach seinen Aussagen ca. CHF 250'000 also etwa 162'000 Euro! Wert hat. Er verwendet EM nun seit über 1 1/2 Jahren und dem Luxusfisch gehts noch immer prächtig Dieser hat sich übrigens vor der Anwendung ein Gutachten von einem Institut erstellen lassen um sicher zu sein, dass EM seinen Fischen auch wirklich nicht schadet.

Zurück zu deiner Frage. Der Einsatz von EM im Aquarium reduziert den Reinigungsaufwand pro Jahr definitiv um mindestens die Hälfte. Darüber hinaus vertragen die Fische einen Wasserwechsel oft besser und auch das allgemeine Wohlbefinden der Tiere scheint sich zu verbessern. Dies ist auf jedenfall die allgemeine Rückmeldung meiner Kunden. Oft berichten diese auch, dass die Vermehr Freudigkeit gestiegen ist oder sich das Schuppenkleid schöner entwickelt hat.

Ein paar Dinge sollte man jedoch beachten. EMa gehört definitiv nicht ins Aquarium oder den Teich. Der Grund dafür ist, dass dieses einen zu hohen Anteil an Zuckerrohrmelasse enthält. Zuckerrohrmelasse ist für die Algen ein gefundenes Fressen bzw. der darin enthaltene Stickstoff - was eine weitere Vermehrung der Algen zur Folge hätte. EM-1 eignet sich jedoch sehr gut.

Folgende Anwendungsempfehlungen haben sich bewährt:

  • Zeolithpulver mit 100ml EM-1 pro 10l Aquariuminhalt tränken, dann den Zeolith im Aquarium auf dem Boden verteilen.
  • Ca. ein EM-X Keramik Pipe oder noch besser Zylinder (wirken stärker) pro 1 Liter Wasser auf dem Boden verteilen
  • Das Aquariumwasser mit 10ml EM-1 pro 10l Wasser anreichern (Achtung: Unbedingt diese Mengenangaben einhalten!!!)
  • Bei Wasserwechsel nur noch 5ml EM-1 pro 10 Liter Wasser zugeben.
Viele Züchter sagen, dass die Fische nicht nur besserer Gesundheit sind, sondern auch ein höheres Alter als üblich erreichen.

TIPP: Die rosa Pipes eignen sich hervorragend als Filter. Sie absorbieren schädliche Stoffe im Wasser und verbessern damit zusätzlich die Qualität des Gewässers.

Wichtig: Zu viel EM-1 im Aquarium Wasser kann die Fische töten! Darum immer die Mengenangaben einhalten!
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Gruss Patrik
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#3 (permalink)  
Alt 13.03.2009
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oiramrebuh befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Lächeln AW: Mit EM gegen die Algen im Aquarium

Hallo
Herzlichen Dank für die schnelle und "BRAUCHBARE!" Antwort!

Gruss Mario
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#4 (permalink)  
Alt 28.03.2009
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AW: Mit EM gegen die Algen im Aquarium

Wieso kann EM-1 bei Fischen tötlich sein?
Ich dachte EM ist nur positiv???

Und ich dachte EM ist bei Pflanzen auch hauptsächlich nur pos. Wieso reduziert es dann die Algen?

Lg
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#5 (permalink)  
Alt 28.03.2009
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AW: Mit EM gegen die Algen im Aquarium

Zitat:
Zitat von Pferdebesitzer Beitrag anzeigen
Wieso kann EM-1 bei Fischen tötlich sein?
Ich dachte EM ist nur positiv???
Überdosieren kann man grundsätzlich alles! Wenn du zu viel Zucker oder Salz zu dir nimmst, kann das dich im Extremfall auch töten - obwohl Zucker und Salz in normalen Mengen absolut ungefährlich sind. EM ist in normalen Mengen ebenso ungefährlich. Wenn man es allerdings übertreibt, dann kann es schon mal negativ wirken.

Grundsätzlich muss man folgendes Wissen:

1. EM besitzt einen niedrigen pH-Wert (ca. 3,5). Schüttet man zu viel EM ins Wasser, wird dadurch logischerweise auch der pH-Wert gesenkt. Für Fische und viele Wasserpflanzen endet dies dann oft tödlich.

2. Verschiedene Mikroorganismen in EM benötigen Sauerstoff. Diesen gewinnen sie aus dem Wasser. Schüttet man zu viel EM ins Wasser, entzieht es diesem zu viel Sauerstoff, was für die Fische (welche den Sauerstoff ja ebenfalls benötigen und über die Kiemen aufnehmen) in der Regel ebenfalls tödlich endet.

3. Mehr ist nicht immer besser - besonders nicht bei EM. Diese Vorstellung müssen wir unbedingt bei EM ablegen. Ich höre immer wieder von Leuten, die lieber etwas mehr EM verwenden als dies nötig wäre. So nach dem Motto - mehr Spühlmittel reinigt ja auch besser. Hier muss man jedoch das von Prof. Higa beschriebene Dominanzprinzip verstanden haben. Schüttet man EM in den Teich oder bringt es zusammen mit Wasser im Garten aus, müssen sich die Mikroorganismen im bestehenden Milieu (Wasser, Erde, Organismus) zuerst an die neu zugeführten "Freunde" gewöhnen. Dies geschieht nicht sofort, sondern erst allmählich. Ziel von EM ist ja, ein bestehendes Milieu zur Koexistenz zu bewegen. Das heisst, man möchte die neutralen Mikroorganismen, also die, welche sich noch für keine Seite (gut oder böse bzw. regenerativ oder degenerativ) entschieden haben, für die gute Seite gewinnen. Verwendet man zu grosse Mengen an EM, wird es zu keiner Koexistenz kommen. Vielmehr werden dann die bestehenden Mikroorganismen von den "Neuen" kurzerhand verdrängt (sozusagen Davids gegen Goliath). Das soll ja nicht das Ziel sein. In EM befinden sich ca. 30 verschiedene Mikroorganismen - in einem gesunden Boden hat es jedoch Millionen von verschiedenen Mikroorganismen. Einige davon sind schon auf der richtigen Seite, andere haben sich noch nicht entschieden und ein weiterer Teil erfüllt degenerative Zwecke (Fäulniss). Wenn dieser Teil zu gross wird, kann EM diesem entgegenwirken. Alleine dies ist die Aufgabe von EM. EM ist also weder ein Dünger noch ein Wundermittel. Es kann jedoch ein bereits überwiegend degeneratives Milieu zur Umkehr bzw. Normalität bewegt werden. Egal welches Milieu dabei die Grundlage ist (Wasser, Boden, Haut, Darm etc.).

Zitat:
Und ich dachte EM ist bei Pflanzen auch hauptsächlich nur pos. Wieso reduziert es dann die Algen?
Das stimmt auch.
Die Mikroorganismen in EM sind in der Lage, Fäulnis, die durch das Absetzen verschiedener organischer Materialien, wie Blätter, Algen, Blütenpollen, Samen, Fischfutter etc. entsteht, umzuwandeln. Dadurch entsteht eine optimale Nährstoffversorgung, die die Teichpflanzen und vor allem das Phytoplankton (Kleinstform der Algen) kontrolliert wachsen lässt.
Durch dieses kontrollierte Wachstum kann sich das Zooplankton (z.B. Daphnien, Ruderfußkrebse, usw.), welches als Hauptnahrung für zahlreiche andere Wasserlebewesen dient, entwickeln und schafft so die Grundlage für einen geschlossenen und stabilen Kreislauf, der für die Entwicklung und Erhaltung eines Gewässers unumgänglich ist.

Und wer's noch genauer wissen will:
Fachbericht von Univ. Doz. Dr. K. Teubner zum Thema EM Teiche
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#6 (permalink)  
Alt 24.04.2009
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rabe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
AW: Mit EM gegen die Algen im Aquarium

Tag zusammen!

Ich habe erst kürzlich das erste Mal von EM gehört und setze eine Menge Hoffnung darauf. Bevor ich mir aber alles dafür notwendige besorge, würde ich mich gern vergewissern, ob ich das richtig verstanden habe und es für meinen Teich geeignet sein kann.
Ich habe einen Gartenteich von etwa 15-20.000l Wasser, der von der normalen Pumpe nicht mehr gereinigt wird. Ich befürchte sogar, dass die Pumpe schlicht zu klein ist (ich habe das alles so übernommen), aber eine neue Pumpe kostet in dieser Größenordnung wohl etwa ab 1.500,-€ aufwärts. Deshalb versuche ich gern erst einmal eine andere Lösung.
In dem Teich sind sehr viele Fische, zwei Wasserschildkröten und eine ganze Menge Kröten. Der Teich hat relativ wenig Schatten, aber jeder Versuch eine Seerose oder ähnliches hinein zu setzen, habe die Fische sofort vereitelt. Kann ich wirklich EM unbedenklich "reinschütten" (natürlich nach Anweisung) und habe ich auch mit hohem Fischbestand ernsthaft eine Chance, dass sich das Wasser klärt?

Freue mich über eine Antwort!
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#7 (permalink)  
Alt 26.04.2009
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AW: Mit EM gegen die Algen im Aquarium

Zitat:
Zitat von rabe Beitrag anzeigen
Tag zusammen!

Ich habe erst kürzlich das erste Mal von EM gehört und setze eine Menge Hoffnung darauf. Bevor ich mir aber alles dafür notwendige besorge, würde ich mich gern vergewissern, ob ich das richtig verstanden habe und es für meinen Teich geeignet sein kann.
Ich habe einen Gartenteich von etwa 15-20.000l Wasser, der von der normalen Pumpe nicht mehr gereinigt wird. Ich befürchte sogar, dass die Pumpe schlicht zu klein ist (ich habe das alles so übernommen), aber eine neue Pumpe kostet in dieser Größenordnung wohl etwa ab 1.500,-€ aufwärts. Deshalb versuche ich gern erst einmal eine andere Lösung.
In dem Teich sind sehr viele Fische, zwei Wasserschildkröten und eine ganze Menge Kröten. Der Teich hat relativ wenig Schatten, aber jeder Versuch eine Seerose oder ähnliches hinein zu setzen, habe die Fische sofort vereitelt. Kann ich wirklich EM unbedenklich "reinschütten" (natürlich nach Anweisung) und habe ich auch mit hohem Fischbestand ernsthaft eine Chance, dass sich das Wasser klärt?
Zunächst mal willkommen hier im Forum!

Es steht ausser Frage, dass ein Teich welcher sehr viele Wassertiere beheimatet - insbesondere Fische - eine aufwändigere Behandlung benötigt, als z.B. ein normaler Teich oder Schwimmteich. Das zugeführte Fischfutter und der Tierkot lässt die Algenwelt so richtig aufleben. Diese und andere, auch ungewollt zugeführten Nährstoffe (Pollenflug, Blätter im Herbst etc.) treiben das Wachstum der Algen so richtig an. Ein regelmässiges Abschöpfen der Algen auf der Oberfläche wird auch mit EM nicht zu verhindern sein. Mit Hilfe von EM kann jedoch selbst ein üpig Bevölkerter Fischteich auch im Hochsommer klar werden. Dabei müssen jedoch einige Punkte beachtet werden.

Zugeführtes Fischfutter sollte wenn möglich stets mit EM behandelt werden. Besonders wenn es sich dabei um Trockenfutter handelt. Die Antwort auf das warum ist kurz erklärt. Frei lebende Fische und Wassertiere fressen vor allem Plankton und Algen. Diese beliefern die Wassertiere mit wichtigen Vitaminen, bioaktiven Substanzen und Mikroorganismen. Vor ca. 15 Jahren konnten Forscher nachweisen, dass lebende Pflanzen, auch Algen, in ihrem Pflanzensaft und in den einzelnen Zellen viele lebende Mikroben beherbergen. Diese Mikroben helfen den Wassertieren, die aufgenommene Nahrung zu verdauen.
Im Trockenfutter sind solche lebenden Mikroben nur noch in geringer Anzahl vorhanden, da diese oft den Trocknungsvorgang nicht überleben. Deshalb ist es empfehlenswert, die zugeführte Trockennahrung vor dem Einstreuen in den Teich mit EM zu behandeln. Dies kann erreicht werden, indem man die Trockennahrung mit EM-1 oder EMa besprüht (auf eine Handvoll Fischfutter) bevor man diese in den Teich streut.

Bereits nach kurzer Zeit kann man feststellen, dass dieses "lebendige " Futter den Fischen gut tut. Die Fische werden weniger anfällig für Fischkrankheiten und erhalten oft eine intensivere Färbung. Diese Anwendung hat jedoch noch einen weiteren Grund. Der ausgeschiedene Kot kann viel besser in neue Pflanzenmasse umgewandelt werden. Diese dient den Wassertieren wiederum als Nahrung.

So nun kommen wir zur grundsätzlichen Rezeptur:

Grundsätzlich:
  • alle Fischteiche sollten mit 20 bis 50g EM-X-Keramikpulver, Crackets (gebrochene Keramikstücke) oder Pipes/Zylinder, je Quadratmeter Teichfläche ausgestattet sein und mindestens ein Drittel der Teichfläche muss mit Pflanzen bestückt sein

Mässige Futtergaben:
  • Fischfutter immer mit EM besprühen
  • Wasserpflege bei Wassertemperatur unter 18°C:
    alle vier bis sechs Wochen ca. 0,1l - max. 1l* EM je Kubikmeter Teichwasser
  • Wasserpflege bei Wassertemperatur über 18°C:
    alle zwei bis vier Wochen ca. 0,1l - max. 1l* EM je Kubikmeter Teichwasser
Häufige Futtergaben:
  • Fischfutter immer mit EM besprühen
  • Wasserpflege bei Wassertemperatur unter 18°C:
    alle zwei bis vier Wochen ca. 0,1l - max. 1l* EM je Kubikmeter Teichwasser
  • Wasserpflege bei Wassertemperatur über 18°C:
    einmal pro Woche ca. 0,1l - max. 1l* EM je Kubikmeter Teichwasser
* Die Menge ist je nach Trübung selber zu bestimmen. Achtung! Nie mehr als 1l EM je Kubikmeter Wasser zuführen!

Einmalig:
Je nach Grösse des Teiches ca. 3–4 kg ultrafeines Urgesteinsmehl (z.B. BIO-LIT) in das EM einrühren. Bei Teichen, die kleiner als 40 m² sind, ist ein Verhältnis von 1:1.000, das ist 1 Liter EMa auf 1 m³ Wasser, zu beachten.
Diese Mischung wird nicht auf einmal in das Gewässer eingebracht. Auf mehrere Etappen verteilt (oben genannte Mischung immer frisch anrühren) wird EMa jeweils 1:10 mit Teichwasser vermischt und aufgesprüht. Es sollten vor allem die Pflanzen und Uferbereiche behandelt werden, bis eine Verbesserung merkbar ist. Dies wird je nach Bedarf in möglichst regelmäßigen Zeitabständen wiederholt.


Urgesteinsmehl dient den Mikroorganismen als Ankerplatz und schaft dadurch die Voraussetzung für eine dauerhafte Ansiedlung der Mikroben im jeweiligen Gewässer.


Das war's auch schon



Ich hoffe ich konnte Dir damit weiterhelfen.
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