Hallo arisha
Bokashi und Ingwer kommen sich bestimmt nicht in die Quere. Da Ingwer entzündungshemmende und darmregulierende Eigenschaften hat, würde ich diesen weiterhin verabreichen.
Bokashi bzw. in deinem Fall Futterbokashi eignet sich hervorragend für Pferde. Betreffend der Deklarierung musst du dir keine Sorgen machen. Der Grund, wieso Pferde auf der Verpackung nicht erwähnt werden, liegt nicht daran, dass es für Pferde nicht geeignet wäre, sondern bei der sehr aufwändigen behördlichen Anmeldung. Ein Hersteller von Tiernahrung muss für jedes Tier welches auf die Verpackung soll, eine separate Bewilligung beantragen. Diese verursacht nicht nur grosse Kosten, sondern erfordert auch Nachweise mit welchen er beweisen muss, dass es für dieses Tier geeignet ist. Die Futtermühle welche in der Schweiz
EM-Futterbokashi herstellt, beliefert in erster Linie die Landwirtschaft. Dort wird auch der meiste Umsatz gemacht. Ich denke aus diesem Grund hat sich der Hersteller gegen diese zusätzliche Deklarierung entschieden. Futterbokashi hat sich jedoch bereits vor Jahren bei Pferden bestens bewährt. Sogar diverse Pferdezeitschriften haben schon sehr viel gutes über Futterbokashi berichtet.
Zitat:
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Ich bin sehr gespannt, wie mein Pferd darauf reagieren wird. Seit 4 Jahren hat sie ziemlich Probleme, hat unerklärlicherweise extrem abgenommen, Leberprobleme, Blutarmut, geschwächte Bänder und Sehnen und dadurch ein Sehnenschaden nach dem anderen.
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Wenn es Dein Pferd nur halb so gerne mag, wie meine bisherigen Erfahrungen mit anderen Pferdebesitzern gezeigt haben, dann wird es Futterbokashi bestimmt mögen.
Betreffend den anderen von dir beschriebenen Beschwerden bin ich zuversichtlich, dass deinem Pferd Futterbokashi helfen könnte. Ich möchte anbei jedoch gerne noch etwas detaillierter auf dieses Problem eingehen, da Leberprobleme bei Pferden leider nicht selten vorkommen.
Vor allem ältere Pferde leiden sehr oft unter diesen Beschwerden. Arbeitet die Leber nicht mehr richtig, können über die Nahrung aufgenommene Nährstoffe nicht mehr in körpereigene Verbindungen umgewandelt werden und das Pferd leidet bald unter Abmagerung und Kraftlosigkeit.
Eine weitere wichtige Funktion der Leber ist die über Nahrung, Haut und Lunge aufgenommenen körperfremden Stoffe (welche oft auch toxisch sind) in unschädliche Verbindungen umzuwandeln. Diese werden dann über die Galle und Niere ausgeschieden. Funktioniert die Leber nicht mehr richtig, können allerlei Infektionserkrankungen auftreten. Dies würde auch die von dir beschriebenen geschwächten Bänder und Sehnen (oft auch noch entzündet) erklären. Auch die Abmagerung und Kraftlosigkeit ist ein klares Zeichen für eine Fehlfunktion der Leber.
Da therapeutische Massnahmen bei einer Lebererkrankung nur beschränkt möglich sind, rät der Tierarzt oft zur Behandlung der Primärerkrankung. Das heisst, man konzentriert sich darauf, dass die Leber möglichst nicht mehr belastet wird. So muss sichergestellt werden, dass über die Nahrung möglichst wenig körperfremde Stoffe zugeführt werden (Endotoxine, infektiöse Erreger, Medikamente, etc.) welche die Leber zusätzlich belasten und den Stoffwechsel stören könnten.
Zusammenfassend:
Dein Pferd muss nun absolut geschont werden. Ausritte, wie du sie ja auch seit 2 Jahren nicht mehr machst, sind in nächster Zeit definitiv tabu. Sie würden das Pferd nur noch mehr schwächen. Eine medikamentöse Behandlung sollte wegen der oben genannten Problematik ausgeschlossen werden. Der Aufbau eines gesunden Immunsystems und ein Ausgleich der Nährstoffimbalancen und Mangelsituationen ist nun sehr wichtig. Dies kann z.B. durch bestimmte Nähr- und Wirkstoffe (Zink, Vitamin-B) und sekundäre Pflanzenstoffe, welche auch für die Leberregeneration hilfreich sind, erreicht werden. Dabei gibt es verschiedene Helfer aus der Natur. Sylimarin, der Wirkstoff aus der Mariendistel, wirkt z.B. stabilisierend, antioxidativ und gewebeschützend auf die Leberzellmembranen. Auch Cynarin welches man in den aktiven Bestandteilen der Artischocke findet, hilft bei der Leberentgiftung und fördert den Gallenfluss.
Futterbokashi besitzt auch sehr viele bioaktive Stoffe, wirkt freien Radikalen entgegen und kann damit weitere Entzündungen verhindern. Es optimiert nicht nur die Verdauung, sondern stärkt auch das Immunsystem und die Leistung des Tieres. Ein sehr empfehlenswertes Produkt in diesem Bereich ist auch das probiotische Futtermittel "Pro Biosa Ipona". Dieses "Getränk" wurde speziell für Pferde entwickelt und enthält eine ganze Ladung von probiotischen Mikroorgansimen, Antioxidantien, Vitaminen und Nährstoffen welche das Pferd wieder aufpäppeln.
Beim Futterbokashi würde ich etwa 100-200g pro Tag empfehlen. Momentan eher bis 200g.
So nun habe ich Dich regelrecht mit Informationen zugeschüttet (ich hoffe es waren nicht zuviel). Nun drücke ich dir bzw. euch kräftig die Daumen und hoffe, dass sich dein Pferd bald wieder erholen wird und ihr demnächst wieder zusammen dem Sonnenuntergang entgegen reiten könnt.
