Zitat:
Zitat von Zorbas Hallo Patrik!
Danke fuer die Anleitung.Sie entspricht die von Anne Lorch.
Ich werde Deine Erfahrung testen.
Gruss Zorbas |
Nein, ich habe die Anleitung anderswo gefunden, doch allzu viel Abweichung gibts da wirklich nicht. Frau Lorch beschreibt die ganze Sache ja sehr gut in ihrem Buch.
Ich zitiere mal aus dem Buch (Seite 169):
Die Fermentation von EM5 dauert länger als eine EMa-Vermehrung, obwohl 10 Prozent EM (statt nur 3 Prozent) zugegeben werden: Alkohol lähmt anfangs einen Teil der Mikroben und lässt andere Stämme sich rasch vermehren. Dies ist wahrscheinlich auch der Grund, wieso manche es vorziehen, Alkohol erst am Schluss beizumischen. Die Vermehrung geht dann schneller (wie beim EMa halt). Aber stimmt auch die Qualiät?
Weiter schreibt Frau Lorch:
Bis sich alles in die Nähe des Gleichgewichts eingependelt hat, vergeht eine Zeitspanne bis zu 4 Wochen. Die Reifung zu EM5 ist abgeschlossen, wenn es eher nach Alkohol als nach Melasse riecht und der pH-Wert zwischen 3,3 und 3,7 liegt.
Angesichts dessen, würde ich davon abraten, den Alkohol erst am Schluss beizumischen. Ich könnte mir zwei Dinge vorstellen, wieso man dies nicht machen sollte:
1. In der
EM-Mischung existieren Mikroorganismen, die Alkohol mögen und diesen auch verarbeiten. Möglicherweise scheiden diese Mikroorganismen wichtige Stoffe aus. Gibt man den Alkohol erst zum Schluss bei, können sich diese Stoffe nicht mehr bilden.
2. Mit dem Alkohol verlangsamt man die Vermehrung von bestimmten Mikroorganismen. Durch dieses kurzfristige Ungleichgewicht, werden bestimmte Stoffe (z.B. Antioxidantien oder Vitamine etc.) vermehrt ausgeschieden. Diese Stoffe sind für die Pflanze sehr wichtig, da diese deren Immunsystem stärken.
Ich denke von diesen zwei Annahmen trifft eher der Punkt 2 ins schwarze. Um genaueres sagen zu können, müsste man alle Kulturen genau kennen und über sehr gute biologische Kenntnisse verfügen. Halten wir uns doch einfach an die Anleitung von Frau Lorch.
